PopGen-Health-Studie

PopGen-Health - Gesundheitsstudie zur Erforschung chronischer Zivilisations- und Volkskrankheiten in der norddeutschen Bevölkerung

Ziel der neuen PopGen-Health-Studie des Instituts für Epidemiologie und der Biobank popgen ist es, die Entstehung verschiedener chronischer Zivilisations- und Volkskrankheiten zu erforschen. Zu diesen Krankheiten zählen Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall), Krebserkrankungen, entzündliche Erkrankungen (z. B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Divertikulitis), allergische Erkrankungen und Hauterkrankungen (z. B. Schuppenflechte, Autoimmunerkrankungen der Haut). Die Erforschung dieser Krankheiten ist ein Forschungsschwerpunkt des Instituts für Epidemiologie und der Biobank popgen. Um die Entstehung dieser Erkrankungen zu untersuchen, sind langfristige bevölkerungsbasierte Studien besonders aussagekräftig.

Im Rahmen der PopGen-Health Gesundheitsstudie wird untersucht, welche Faktoren mit der Entstehung der häufigen Volkskrankheiten in der norddeutschen Bevölkerung im Zusammenhang stehen. Dafür laden wir Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kiel und der umliegenden Gemeinden ein, an der Gesundheitsstudie teilzunehmen. Die von uns angeschriebenen Personen werden vom Einwohnermeldeamt nach einem statistischen Zufallsverfahren ausgewählt. Dieses Vorgehen ermöglicht das Abbilden der regionalen Durchschnittsbevölkerung in der Studie und die spätere Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Allgemeinbevölkerung.

Teilnehmer/innen der PopGen-Health-Studie werden zu einem Untersuchungstermin in das Institut für Epidemiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel eingeladen. Das wissenschaftliche Untersuchungsprogramm beinhaltet u. a. Blutdruckmessungen, eine Bioprobensammlung (Blut, Urin, Stuhl), die Bestimmung der Muskelkraft sowie der Muskel- und Körperfettmasse und die Erhebung von Parametern der Herzgesundheit. Zusätzlich werden die Teilnehmer/innen gebeten, einen allgemeinen Gesundheitsfragebogen auszufüllen und Fragen zu Lebensqualität und Lebensstilfaktoren, wie Ernährungsgewohnheiten und körperliche Aktivität, zu beantworten.

Um die Entstehung chronischer Zivilisations- und Volkskrankheiten besser erforschen zu können, ist eine langfristige Beobachtung notwendig, so dass in Abständen weitere aktuelle Daten und Bioproben von den Teilnehmern/innen erhoben werden sollen.